tigerfanti
 Alpfanti tigroides
(Tigerfanti)
tigerfanti
pfeil

Tiger und Alpfanti in einem! Eine kaum vorstellbare Artenkreuzung oder eine noch weniger erklärbare Laune der Natur? Unmittelbar nach der Entdeckung von Tigerfanti wurden klassische Alpfantologen zusammen mit Wissenschaftlern anderer Disziplinen zum Kongress geladen. Über das hochkarätige Gremium wollte man den Geheimnissen von Tigerfanti auf die Spur kommen. Besonders verbissen sich die Teilnehmer in die Behauptung, Tigerfanti gäbe es in zwei Varianten, einer rechts- und einer linksläufigen. Während die Biologen und Chemiker dabei gleich an ein Phänomen wie rechts- und linksdrehende Milchsäure dachten, legten gerade die Mathematiker den Läufigkeitsbegriff weitaus großzügiger aus. Letzten Endes bildete aber eine Theorie zur Herkunft des Tigermusters den Höhepunkt des Kongresses. Angeblich sind die als sehr gesellig geltenden Tiere recht sonnenhungrig. So sollen sie oft stundenlang gemeinsam in der prallen Sonne liegen und sich ganz zärtlich gegenseitig die Rüssel über ihre Körper legen. Sowohl die braune Grundtönung als auch die hellen Streifen fänden damit eine plausibe Erklärung. Zaghafte Einwände, dass die Streifen doch eher schwarz als hell aussähen, wurden als kleinkariert (um nicht zu sagen dünngestreift) bezeichnet und vehement zurückgewiesen.

©kame, 2008